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SPENDEN ERMÖGLICHEN EINE KONTINUIERLICHE WEITERARBEIT AN DIESEM PROJEKT

Neue Regierung auf altem Kurs?!


"Das Regierungsprogramm besticht in Punkto Integration vor allem durch den Mut zur Lücke." So lautet das Urteil des Alternativen Expert.innenrats für Migrations-, Integrations- und Gleichstellungsfragen zum neuen Regierungsprogramm. Sechs Expert.innen des Rates haben am Mittwoch den 29.01.2014 eingeladen, um Stellung zu nehmen. Mit dabei Sina Fahramandnia, Projektleiter von PROSA.

Kernpunkte der Kritik waren vor allem die weiterhin mangelhaften Möglichkeiten im Bildungs- und Arbeitsmarkt für Asylsuchende und Migranten. Positiv ist hier jedoch die Überarbeitung der Rot-Weiß-Rot Karte und der geplanten vereinfachten Anerkennung mitgebrachter Ausbildungen genannt worden. Jedoch bleibt Asylsuchenden weiterhin der Zugang zum Arbeitsmarkt strukturell verwehrt.

"Wir haben Berufe, für die es in Zukunft mehr und nicht weniger Personal brauchen wird, wir haben Personen in diesem Land, die diese Jobs auch gerne machen würden – nur: sie dürfen nicht“ fasst Fahramandnia die Situation zusammen.

Im Bildungssektor zeichnet sich ein ähnliches Bild, statt einer Sprachförderung findet sich hier mehr eine "Deutschförderung" laut Prof. Krumm. Auch fehlt es weiterhin an Zugang zu Bildungsmöglichkeiten für Asylwerber.innen.

Natürlich finden sich auch einige positive Ansätze, wie beispielsweise die forcierte Öffnung der österreichischen Vereinskultur oder auch die geplante Einführung der Ganztagsschule. Nichtsdestotrotz schloss das Expertengremium mit der Forderung, dass das auf 5 Jahre ausgelegte Regierungsprogramm "nicht in Stein gemeiselt" und offen für weitere Maßnahmen sein solle.